Aktuell

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen 2021

 
Medienmitteilung

«Stopp sexualisierte Gewalt» steht auf den Velosattelüberzügen, die am
25. November 2021 an geparkten Velos an mehreren Orten in Basel-Stadt und Basel-Landschaft angebracht werden. Auf dem QR-Code sind die Webseiten der wichtigsten Beratungsstellen und Institutionen aufgeführt, bei denen gewaltbetroffene Frauen Hilfe finden.

Solidarisch gegen Gewalt an Frauen
Das Frauenhaus und die Opferhilfe beider Basel, die Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt Basel-Landschaft, die Fachstelle Häusliche Gewalt Basel-Stadt, die Abteilung Gleichstellung von Frauen und Männern des Kantons Basel-Stadt, die Fachstelle für die Gleichstellung Basel-Landschaft, das Männerbüro Region Basel sowie das Projekt «Quartiercourage» führen im Rahmen der nationalen Kampagne «16 Tage gegen Gewalt an Frauen» die Sensibilisierungsaktion gemeinsam durch.

Sexualisierte Gewalt weitverbreitet, Angebote unterstützen
Die Aktion macht auf das in unserer Gesellschaft weitverbreitete Problem der Gewalt, insbesondere auch der sexualisierten Gewalt aufmerksam. Sexualisierte Gewalt findet an unterschiedlichen Orten statt, auch zu Hause, auch in Paarbeziehungen, auch in Form häuslicher Gewalt. Gewalt geschieht oft im Privaten und bleibt meist im Verborgenen. Umso wichtiger ist es, ein klares und sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen. Sexualisierte Gewalt bedroht die psychische, physische und sexuelle Unversehrtheit aller. Das Frauenhaus, die Polizei und die Beratungsstellen mit ihren Angeboten für Betroffene sind erreichbar, auch in Zeiten von Corona.

Kontakt:

Bettina Bühler, Geschäftsleiterin Frauenhaus beider Basel
Tel. 061/681 66 33
bettina.buehler(at)frauenhaus-basel.ch

 

 

Leben mit Covid-19

Auswirkungen auf das Frauenhaus beider Basel

Das Frauenhaus beider Basel ist die erste Anlaufstelle der Region für gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder. Seit knapp vier Jahrzehnten bietet es Schutz, fachspezifische Beratung und Unterkunft.

An aktuell drei anonymen Standorten finden Gewaltbetroffene Zuflucht. Für jeden Standort gibt es ein auf die aktuelle Lage und die Empfehlungen des BAG abgestimmtes Schutzkonzept für Mitarbeiterinnen sowie für Klientinnen und ihre Kinder. So konnten bisher alle Standorte ohne Einschränkungen durchgängig geöffnet und der Betrieb immer aufrecht erhalten bleiben.

Das Frauenhaus ist eine Kriseninterventionseinrichtung und wird als 24-Stunden-Betrieb mit einem hohen Sicherheitsdispositiv geführt. Rund um die Uhr ist es telefonisch mit durchgehendem Präsenzpersonal erreichbar. Es unterhält zehn Familien- und Einzelzimmer mit 17 Betten. Seit Beginn des Lockdowns ist eine erhöhte Nachfrage an telefonischen Beratungen und Schutzplätzen zu verzeichnen.

Um der Platznot entgegenzuwirken, wurde im Dezember 2019 das Übergangsangebot PasserElle eröffnet. Frauen mit und ohne Kinder, die nicht mehr höchstgefährdet, aber weiterhin auf Schutz, fachspezifische Beratung und Begleitung angewiesen sind, können in die teilstationäre Wohneinheit übertreten. Die PasserElle verfügt über Schutzplätze für vier Frauen und drei Kinder.

Seit Mai bietet das Frauenhaus SOS vorübergehend zusätzliche Notschutzplätze, um während und nach der Pandemie mehr Frauen vor weiterer Gewalt schützen zu können. Der Standort verfügt über neun Schutzplätze für Frauen und bis zu sechs für Kinder.