Häusliche Gewalt erkennen und handeln

 

Zivilcourage zeigen: Das können Sie tun

Ihre Freundin isoliert sich, seit sie einen neuen Partner hat. Bei Ihren Nachbarn gibt es ständig Streit. Ein Kind in Ihrer Kita-Gruppe erzählt von erlebter Gewalt. Ihre Arbeitskollegin hat blaue Flecken.

Wenn Sie häusliche Gewalt vermuten oder davon wissen, können Sie die betroffene Frau unterstützen. Vielen Frauen fehlt die Kraft oder die Möglichkeit, selbst Informationen zu Hilfsangeboten zu suchen. Die Entscheidung, was geschehen soll, liegt jedoch immer bei der Frau. Folgende Aufgaben können Sie übernehmen und damit die betroffene Frau unterstützen:

In akuten Gewaltsituationen:

  • Halten Sie Abstand und rufen Sie in Notfallsituationen immer die Polizei (117).
  • Unterbrechen Sie die Situation zum Beispiel durch Klingeln, Anrufen oder Klopfen. Achten Sie auf Distanz!
  • Vermitteln Sie nicht zwischen den Beteiligten! Bringen Sie sich selbst nicht in Gefahr.
  • Begleiten Sie eine Frau, die sich in einer Gefahrensituation befindet? – Rufen Sie uns jetzt gemeinsam mit der betroffenen Frau an. Wir beraten Sie und reservieren nach Möglichkeit ein Zimmer.

24/7 Frauenhaus 061 681 66 33

Die betroffene Frau ansprechen:

  • Sprechen Sie die betroffene Frau an, wenn sie alleine ist. Bestenfalls kurz nach dem Vorfall.
  • Verständnisvolles Zuhören ist oft hilfreich.
  • Zeigen Sie Verständnis, wenn die Frau (noch) nicht bereit ist, aus der Gewaltbeziehung zu gehen.
  • Bleiben Sie in Kontakt und vermitteln Sie der Frau, dass Sie da sind.
  • Verurteilen Sie das gewalttätige Verhalten, nicht die gewaltausübende Person.
  • Ausser in Notfällen: Überlassen Sie dem Opfer den Entscheid über die nächsten Schritte.

Sich informieren:

Auf den folgenden Seiten finden Sie weitere wichtige Informationen zum Frauenhaus, die für Sie hilfreich sein können:

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