Die 5 Grundhaltungen der traumasensiblen Pädagogik
Grundhaltung der Annahme des guten Grundes: Anerkennung und Wertschätzung der Überlebensstrategien, die traumatisierte Kinder entwickelt haben. Es wird betont, dass jedes Verhalten einen Sinn in der individuellen Geschichte hat.
«Alles, was ein Mensch zeigt, macht einen Sinn in seiner Geschichte!»
Wertschätzung: Betonung der Wichtigkeit von Würdigung und Wertschätzung der Überlebensstrategien als erster Schritt, um Kinder dazu zu ermutigen, ihr belastendes Verhalten reflektieren und möglicherweise alternative Verhaltensweisen zu entwickeln.
«Es ist gut so, wie du bist!»
Partizipation: Betonung der Bedeutung von Autonomie, Kompetenzen und Zugehörigkeit für traumatisierte Kinder. Die Förderung ihrer Teilhabe an Entscheidungsprozessen und ihrem Lebensumfeld wird als entscheidend für ihre seelische Gesundheit angesehen.
«Ich trau dir was zu und überfordere dich nicht!»
Transparenz: Notwendigkeit eines transparenten Umgangs mit Hierarchien, Strukturen und Machtverhältnissen, um den traumatisierten Kindern einen scheren und berechenbaren Ort zu bieten, im Gegensatz zu ihren bisherigen Erfahrungen von Unberechenbarkeit.
«Jeder und jede hat jederzeit ein Recht auf Klarheit!»
Spass und Freude: Ein besonderer Fokus auf Spass und Freude, um das Ungleichgewicht der stark belastenden Emotionen auszugleichen. Durch positive Erlebnisse wird das Gleichgewicht von Belastung und Widerstandsfähigkeit gefördert, wodurch Lernen und Entwicklung nachhaltig unterstützt werden.
«Viel Freude trägt viel Belastung!»
Damit sollen die Ressourcen der traumatisierten Kinder gestärlt und ihre individuellen Bedürfnisse berücksichtigt werden.
Quelle: Positionspapier Fachverband Traumapädagogik
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